Die Stiftung OlympiaNachwuchs Baden-Württemberg blickt auf ein außergewöhnliches Jahr zurück: Mit einer Gesamtsumme von fast 100.000 Euro und 125 geförderten Sportlerinnen und Sportlern konnte sie ihre Athletenförderung 2025 weiter ausbauen.
Talente fördern, Perspektiven schaffen und jungen Kaderathletinnen und -athleten den Weg an die nationale und internationale Spitze ebnen: Mit diesen Zielen bildet die Stiftung Olympia Nachwuchs Baden-Württemberg einen zentralen Baustein im Leistungssportkonzept des Landes. Als gemeinsame Initiative des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport, OBI und des Landessportverbands Baden-Württemberg bündelt sie – zusammen mit Sportfachverbänden, Olympiastützpunkten und weiteren engagierten Partnern – die Kräfte im Land.
Darja Varfolomeev, Rhythmische Sportgymnastik, Olympiasiegerin und mehrfache Weltmeisterin
„Ich bin eine der zahlreichen Athletinnen und Athleten aus Baden-Württemberg, die am Anfang ihrer leistungssportlichen Laufbahn von der Stiftung OlympiaNachwuchs finanziell unterstützt wurden. Das hat mir dabei geholfen, meine sportlichen Träume zu verfolgen. Heute bin ich Olympiasiegerin und mehrfache Weltmeisterin.
Stellvertretend für alle geförderten Athleten möchte ich an dieser Stelle einfach mal DANKE sagen. Danke, dass sie junge Talente bei der Verwirklichung ihrer Ziele unterstützt!“
Dieses starke Netzwerk schafft die Grundlage dafür, dass junge Talente sportlich wie schulisch begleitet, entlastet und auf ihrem anspruchsvollen Weg nach oben bestmöglich unterstützt werden. Besonders wertvoll für das Rekordjahr 2025 war erneut das Engagement zahlreicher Förderer, allen voran der Porsche AG, deren Spende in Höhe von 30.000 Euro die Arbeit der Stiftung nachhaltig stärkt und auch im zurückliegenden Jahr einen bedeutenden Anteil an der Athletenförderung hatte.
Sportliche Vielfalt und landesweite Förderung
Ein Blick auf die Zahlen zeigt eindrucksvoll, wie breit der geförderte Nachwuchs im Jahr 2025 aufgestellt war. Insgesamt deckt die Stiftung 26 Sportarten ab – eine Vielfalt, die sich auch in den Schwerpunkten widerspiegelt. Besonders stark vertreten war der Schneesport mit 27 Athletinnen und Athleten, gefolgt von Leichtathletik (21), Radsport (12) und Ringen (11). Neu hinzu kamen 2025 unter anderem Softball und Skateboard, die erstmals Teil des Förderprogramms wurden.
Janis Hohl, Para Basketball, U23-Weltmeister
„Für mich bedeutet die Unterstützung durch die Stiftung OlympiaNachwuchs sehr, sehr viel, da ich für meinen nächsten Schritt im Basketball daheim ausgezogen bin und die Förderung mir dabei hilft, die Kosten für meinen Leistungssport – wie Equipment oder Fahrtkosten – allein zu stemmen. So kann ich mich voll auf den Basketball konzentrieren, weil ich weiß, dass im Hintergrund alles läuft.“
Diese Vielfalt zeigt sich ebenso in der Verteilung der Athletinnen und Athleten auf die drei Olympiastützpunkte (OSP) im Land. 58 Nachwuchssportlerinnen und -sportler sind dem OSP Stuttgart, 42 dem OSP Freiburg und 25 dem OSP Metropolregion Rhein-Neckar zugeordnet – ein klares Zeichen dafür, dass die Fördermöglichkeiten landesweit umfassend genutzt werden.
Wie viel diese Unterstützung gerade in besonders kostenintensiven Sportarten bedeutet, bringt Jens Schölch, Geschäftsführer der SBW Leistungssport GmbH, stellvertretend für den Wintersport auf den Punkt: „Die Arbeit der Stiftung ist für unsere Nachwuchsathleten im Wintersport enorm wichtig. Eine Förderung entlastet Familien bei den leistungssportbedingten Kosten und zeigt: Das große Engagement vieler Eltern wird gesehen und wertgeschätzt. Diese Unterstützung – materiell und ideell – ist essenziell für eine erfolgreiche Talententwicklung.“
Nachwuchs sichtbar machen
Auch 2025 nutzte die Stiftung zahlreiche Gelegenheiten, um ihr Engagement im Sportumfeld Baden-Württembergs sichtbar zu machen. Bei Veranstaltungen und regionalen Events waren aktuell und ehemals geförderte LSVBW Athletinnen und Athleten vertreten und machten Nachwuchsförderung so öffentlich erlebbar. Ergänzend dazu konnte auch die mediale Sichtbarkeit ausgebaut werden: In Zusammenarbeit mit Regionalsendern entstanden zahlreiche Athletenporträts, welche die Talente im Training und im Wettkampf zeigten.
Ein besonderes Highlight war die Präsenz der Stiftung beim Porsche Fußball Cup. Am Aktionsstand „Beat the Champs“ konnten Besucherinnen und Besucher ihre Sprintzeiten mit denen von Stiftungsathletinnen und -athleten aus verschiedenen Sportarten vergleichen. Das zentrale Ereignis: eine Scheckübergabe in Höhe von 30.000 Euro aus der Aktion „Tore für Charity“. Dank dieses Betrags konnten zahlreiche Athletinnen und Athleten finanziert werden. Gleichzeitig bot Porsche der Stiftung durch die Einbindung in das Event die Möglichkeit, ihre Arbeit einem breiten Publikum zu präsentieren.
Besonderes Jubiläum in 2026
2026 feiert die Stiftung ein besonderes Jubiläum: 10 Jahre sind seit dem Zusammenschluss der Stiftung Soziale Hilfe für Spitzensportler mit der Stiftung OlympiaNachwuchs Baden-Württemberg vergangen. Was 2016 mit 43 geförderten Athletinnen und Athleten begann, hat sich zu einer kraftvollen Säule der Nachwuchsförderung entwickelt. Heute begleitet die Stiftung fast das Dreifache an Talenten und hat sich als verlässlicher, langfristiger Partner im Leistungssport etabliert.
Diese positive Entwicklung ist nur möglich dank zusätzlicher Unterstützung aus der Wirtschaft. Jede Spende trägt auch in Zukunft dazu bei, jungen Athletinnen und Athleten den Weg zu erleichtern, Familien zu entlasten und sportliche Träume zu realisieren. Mit einem starken Netzwerk, dem Engagement der Partner und der Leidenschaft für den Sport blickt die Stiftung OlympiaNachwuchs zuversichtlich in das Förderjahr 2026 – im festen Bewusstsein: Die Talente von heute sind die Medaillengewinner von morgen.
Quelle: Sport in BW / Ausgabe 01/2026
Bericht von Kristin Redanz